R.I.P Wolfgang Steinmayr (1944 – 2026)
Eines der Aushängeschilder des heimischen Straßenradsports ist am Dienstagvormittag im 82. Lebensjahr nach langer Krankheit verstorben. Wolfgang Steinmayr prägte gemeinsam mit Rudolf Mitteregger in den 1970er Jaren den Radsport in Österreich, unvergessen sind ihre Duelle bei der Österreich Rundfahrt, deren Rekordsieger der Tiroler mit vier Gesamtgewinnen ist.
In Hall in Tirol aufgewachsen, gehörte der gelernte Koch zu den besten Amateur-Radsportlern vor mittlerweile rund 50 Jahren. Vor allem in den Bergen fühlte er sich wohl, sicherte sich 1972 und 1975 den Titel des Glocknerkönigs und nahm 1972 und 1976 an den Olympischen Spielen teil.
Auch abseits des Rades war der Tiroler sehr erfolgreich, gründete schon 1970 ein Versicherungsunternehmen, wo er renommierte Veranstaltungen wie das Hahnenkamm-Rennen oder auch das Bergisel-Springen versicherte. Das Familienunternehmen gab er 2010 an seinen Sohn Christian weiter.
“Mit Wolfgang hat der österreichische Sport einen Menschen verloren, der mit viel Herz und Einsatz absolute Spitzenleistungen im Sport erbracht hat und auch beruflich voll im Leben stand. Als Botschafter für den Radsport hinterlässt er eine große Lücke und es schmerzt, dass er nicht mehr unter uns weilt“, erinnert sich Cycling Austria Präsident Harald J. Mayer.
In eineinhalb Monaten beginnt in Graz die 75. Ausgabe der Tour of Austria, in die sich der Rekordsieger einbrachte und eine von Organisator Thomas Pupp und Cycling Austria ins Leben gerufene Sonderwertung unterstützte, einen zusätzlichen Zwischensprint auf allen fünf Etappen. Diese Wertung wird nun zur “Cycling Austria – Tour 75 – Sonderwertung Wolfgang Steinmayr“ und den Namen der verstorbenen Radlegende tragen.